ENCE haben Schockwellen durch die CS2-Szene geschickt, indem sie ihr gesamtes aktives Roster zusammen mit Headcoach Niclas „enkay J" Krumhorn auf die Bank gesetzt haben. Die finnische Organisation gab am 11. März bekannt, dass sie ihr internationales Lineup aufgeben und zu ihren Wurzeln zurückkehren — der Entwicklung einheimischer finnischer Talente.
Wer wurde auf die Bank gesetzt
Alle fünf Spieler und der Coach sind nun transferbereit:
- Viktor „sdy" Orudzhev (Ukraine)
- Paavo „podi" Heiskanen (Finnland, 21)
- Ryan „Neityu" Aubry (Frankreich, 20)
- Maciej „F1KU" Miklas (Polen)
- Szymon „kRaSnaL" Mrozek (Polen)
- Coach: Niclas „enkay J" Krumhorn (Deutschland)
Warum der Reset?
ENCEs Erklärung war deutlich über die Realitäten für mittlere Organisationen: „Das aktuelle Esports-Ökosystem hat es für Organisationen wie unsere zunehmend schwierig gemacht, das höchste Niveau im internationalen Counter-Strike zu erreichen."
Anstatt weiterhin auf einem Niveau zu konkurrieren, wo Ergebnisse und Finanzen nicht übereinstimmen, hat ENCE sich entschieden, „einen Reset zu machen und mit einer langfristigen Perspektive etwas Neues aufzubauen" — mit Fokus auf die Entwicklung der nächsten Generation finnischer CS2-Stars.
Auswirkungen auf den Transfermarkt
Zwei Spieler dürften besonderes Interesse auf sich ziehen:
Paavo „podi" Heiskanen — Der 21-jährige finnische AWPer war der herausragende Performer des Teams mit 1.10 Rating. Er wurde separat auf die Bank gesetzt, nachdem er seinen Wunsch geäußert hatte, Tier-One-Counter-Strike zu spielen, anstatt einem finnischen Entwicklungsteam beizutreten. Bei dem Mangel an Elite-AWPern in der aktuellen CS2-Landschaft sollten podis Optionen ausgezeichnet sein.
Ryan „Neityu" Aubry — Der 20-jährige französische Rifler wird als natürliche Ergänzung für den französischsprachigen Kern von 3DMAX gesehen. In seinem Alter und auf seinem Skill-Level repräsentiert Neityu einen der spannenderen jungen Interessenten auf dem Markt.
Rückkehr zu finnischen Wurzeln
ENCEs Entscheidung spiegelt einen breiteren Trend im Esports wider — Organisationen ziehen sich von teuren internationalen Rostern zurück zugunsten nachhaltiger, lokal fokussierter Entwicklung. Für finnisches CS könnte dies eine positive Entwicklung sein. ENCEs Marke und Infrastruktur, die sich der Förderung finnischer Talente widmet, könnte die nächste Generation von Spielern hervorbringen, die auf höchstem Niveau konkurrieren können.
Das Academy-System der Organisation hat bereits mehrere vielversprechende Spieler hervorgebracht, und mit dem vollen organisatorischen Fokus, der sich nun auf finnische Entwicklung verlagert, könnte die Pipeline erheblich beschleunigt werden.
Wie geht es weiter
ENCE haben ihr neues finnisches Roster noch nicht angekündigt, aber der Neuaufbau wird voraussichtlich aus ihren Academy-Reihen und der finnischen Semi-Pro-Szene schöpfen. Derweil werden die fünf auf die Bank gesetzten Spieler nach neuen Heimaten suchen — und in einem Markt, wo Talent immer gefragt ist, sollten sie nicht lange warten müssen.